An Himmelfahrt, 14.05.2026, hat die Neuapostolische Kirchengemeinde Ellwangen zum Gottesdienst auf der Landesgartenschau eingeladen.
Chor und Instrumentalisten stimmten mit Musikbeiträgen auf den Gottesdienst ein und bildeten auch die musikalische Umrahmung.
Den Gottesdienst hielt der stellvertretende Bezirksvorsteher des Bezirkes Schwäbisch Gmünd, Gerald Kaufmann. Er legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 16, Vers 28 zugrunde:
„Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“
Als Christen sind wir eingeladen, an Himmelfahrt miteinander Gottesdienst auf der Landesgartenschau zu feiern, so der stellvertretende Bezirksvorsteher. Voraussetzung dafür sei, Gott in seiner Liebe, Allmacht und ganzen Größe anzubeten. Gott anzubeten, solle in der Gottesfurcht geschehen; das bedeute in Respekt vor der Größe Gottes. Entsprechend dem christlichen Glaubensbekenntnis wurde Jesus Christus von der Jungfrau Maria in die Welt hineingeboren. Dazu wäre der Glaube an Gott notwendig. Wer glaubt, hätte Achtung gegenüber Gott und dem, was er tut.
Es wurde die Frage gestellt, wie man Gott beschreiben kann. Es würde den Menschen ähnlich ergehen, wie in einer Fabel zwölf blinden Wissenschaftlern. Sie sollten einen Elefanten abtasten, jeder ein anderes Körperteil und anschließend ihrem König berichten, wie das Tier aussieht. Jeder berichtete was anderes. Der den Rüssel befühlte, sagte, wie eine Schlange, der Stoßzahn schien einem wie ein Speer, der Schwanz wie eine Rute, der Körper wie eine Wand, der Fuß wie ein Fels. Genau so würden wir Gott auf unterschiedliche Weise erleben und wahrnehmen. Es sei nicht möglich, Gott in seiner ganzen Größe zu erfassen. Gott könne in seiner Allmacht alles schaffen. Es war ihm möglich, seinen Sohn als Opfer für die Erlösung der Menschen hinzugeben. Jesus ist an Himmelfahrt aufgefahren zu seinem Vater und sei dort Mittler zwischen Gott und den Menschen.
Als Beispiel für die Allmacht Gottes wurden zwei Begebenheiten aus der Heiligen Schrift genannt. Die Brüder von Josef wollten seinen Tod und haben ihn letztendlich verkauft. In dieser Situation hätte Josef nicht gespürt, dass Gott da ist. Später wurde er der mächtigste Mann im Staat. Das könne Gott schaffen. Auch wir würden manchmal die Nähe Gottes nicht fühlen und uns fragen, ob wir denn angenommen werden, wenn Jesus Christus wiederkommt. Was wir Menschen tun, in unserem Leben, als Christen in der Kirche, wäre unvollkommen. Was Gott schafft, sei vollkommen.
Die Jünger sind nachts zum Fischen auf den See hinausgefahren und haben keinen einzigen Fisch gefangen. An sie erging der Rat entgegen aller Erfahrung, fahrt noch einmal hinaus. Sie haben dann so viele Fische gefangen, dass das Netz zu reißen drohte. Das könne Gott schaffen. Wenn wir heute wüssten, Jesus ist voraufgegangen und wird wiederkommen, dann bräuchte es dazu Glauben und Vertrauen in die Größe Gottes, seine Liebe und seine Allmacht. Es genüge nicht allein an Gott und Jesus zu glauben. Es sei wichtig, Jesus nachzufolgen. Dies bedeute, das Gebot des Sohnes Gottes zu erfüllen: „Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Das sei manchmal auch herausfordernd, wenn uns jemand begegnet, der uns fremd erscheint. Als Christen sollten wir ein Zeichen setzen, auch hier in unserer Stadt, dass wir Jesu nachfolgen. Es möge der Wunsch von allen sein, den Willen Gottes zu erfüllen. Gott würde dazu seinen Segen geben.
Im Anschluss an den Predigtteil erfolgte eine Bibellesung aus Markus 16, Verse 14 bis 19.
Danach feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen für die Gemeinde.