Am Erntedanksonntag, 4. Oktober 2026 feierte Bischof Jürgen Gründemann in Schorndorf Gottesdienst mit einer großen Gemeinde. Chor, Orchester, Orgel und die Gemeinde trugen Lob- und Danklieder vor.
Der Bischof legte seiner Predigt Psalm 19,2 zugrunde:
„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.“
In der Dankbarkeit zeige sich die innere Haltung Gott gegenüber, so der Bischof. Er zeigte auf, dass die Glaubensgeschwister im Natürlichen wie auch im Seelisch-Geistigen von Gott bestens versorgt seien. Abgeleitet vom Beispiel der Speisung Tausender mit wenigen Fischen und Broten stellte er die Frage, was wir wirklich brauchen. Viel würde gejammert, auch über das Wetter. Gott würde die Frucht wachsen und reifen lassen. Er sorge für uns. Man müsse sich nicht dem Druck aussetzen, dies und jenes unbedingt erreichen zu müssen. Es gelte zu prüfen, ob die eigene Erwartungshaltung mitunter überzogen ist. Statt zu klagen, wäre es viel besser, darauf zu sehen und wahrzunehmen, was Gott bereite. Dann könne man Gott loben und ehren. Er hätte alles geschaffen und uns Verantwortung für seine Schöpfung übertragen. Die Frage sei, ob wir der Aufgabe, die Natur zu bewahren und im Sinne Gottes zu leben, gerecht werden. Gott liebe uns und würde uns in der Zukunft einen Platz in seinem Friedensreich bereiten. Dieser Gedanke solle uns leiten.
Timo Heinz, Gemeindevorsteher von Schorndorf, vertiefte den Impuls, nicht nur einmal im Jahr oder situationsbedingt Gott Danke zu sagen, sondern dies jeden Tag zu tun. Dies möge ein Bedürfnis aus tiefstem Herzen sein.
Arno Rube, Gemeindevorsteher von Urbach, appellierte, nicht nur undankbar darauf zu sehen, was man nicht hat, obwohl man viel hat, sondern sich in Dankbarkeit zu üben als Schlüssel zu sich selbst, zum Nächsten und zu Gott.
Anschließend feierte die Festgemeinde Heiliges Abendmahl. Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich Bischof Gründemann in seiner herzlichen Art persönlich von den Glaubensgeschwistern.