Gottesdienst am 02.08.2026 auf der Sparkassenbühne der Landesgartenschau Ellwangen
Der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirkes Schwäbisch Gmünd, Wolfgang Simmerling, legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Habakuk 2, Vers 20 zugrunde:
„Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt“.
Der Bezirksvorsteher begrüßte die Anwesenden sehr herzlich zum Gottesdienst. Er drückte seine Dankbarkeit aus, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Unabhängig vom Gebäude sei der Tempel, die Kirche, da, wo Gott gegenwärtig ist, in der Gemeinschaft der Gläubigen. Im Garten Eden sei Gott in der Gemeinschaft mit Menschen gewesen. Gott hätte die Gemeinschaft mit den Menschen immer wieder gesucht, wie schon beim Volk Israel in der Stiftshütte und im Tempel. Der lebendige Gott sei in seinem heiligen Tempel. Vor ihm solle alle Welt stille sein. In der Heiligen Schrift würde Kirche als Leib Christi beschrieben; Jesus Christus als das Haupt und die Kirche als die Glieder. Alle, die getauft sind und an Jesus Christus glauben, seien Kirche, unabhängig von den Glaubensrichtungen. Wir hätten ein gemeinsames Glaubensbekenntnis und würden an die Vergebung der Sünden, die Auferstehung und das ewige Leben glauben. Jesus sei gekommen, dass die Menschen wieder in die Gemeinschaft mit Gott geführt werden. Unser Ziel wäre, ewig bei Gott zu sein. Auf diesem Weg würde uns Jesus Christus begleiten und wäre uns nahe bis an der Welt Ende. Wo Gläubige zusammenkommen, solle das Wesen Jesu sichtbar werden. In der sichtbaren Kirche sei nicht alles vollkommen. Als Menschen würden wir Fehler machen. Über diese sollten wir hinwegsehen. Die unsichtbare Seite der Kirche sei, was Jesus in uns wirke. Wir sollten versuchen, unser Leben so zu gestalten, dass es Gott wohlgefällig ist. Im Gebet dürften wir erleben, Gott ist da.
Jesus hätte damals nicht alles gutgeheißen und die Händler aus dem Tempel geworfen. Sein Haus solle ein Bethaus sein. Zu Gott zu kommen ist nicht abhängig von Opfergaben, sondern von unserer Einstellung. Wichtig sei, mit offenem Herzen zu kommen.
Wir würden Unterschiedlichkeiten in den Kirchen und Glaubensgemeinschaften erleben. Es sei aber ein Gott, der wirke. Jesus hätte seine Apostel gesandt, um das Evangelium zu verkündigen. Das sei Aufgabe der Kirche. Um ins Reich Gottes zu kommen, sei Glaube, die Taufe und Wiedergeburt aus Wasser und Geist notwendig. Jesus hätte seine Apostel gesandt, um die Gabe Heiligen Geistes zu spenden. Dies sei auch heute der Auftrag der Apostel in der Neuapostolischen Kirche.
Voraussetzung, um in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu kommen wäre auch der Glaube, dass Jesus Christus wiederkommt, die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls.
Ganz am Anfang sei Gott im Garten Eden bei den Menschen gewesen. Auch wir wollten in die Gemeinschaft mit Gott kommen und seine Nähe und Liebe erleben. Im Alltag wären viele Dinge, viel Lärm, viel Ungerechtigkeit, die uns von Gott wegführen könnten. Im Gottesdienst würden wir ruhig werden, Stille und seinen Frieden finden. Der Bezirksvorsteher wünschte, dass an diesem Morgen alle Gott in der Stille erleben und seine Liebe, seinen Frieden, seine Nähe empfinden.
Zu einem Wortbeitrag wurde der stellvertretende Bezirksvorsteher, Gerald Kaufmann, aufgerufen. Wir seien dankbar, auf der Gartenschau viele Gottesdienste in Brüderlichkeit feiern zu dürfen. Die Kirche Christi sei auf das Apostolat gegründet. Kirche sei nicht dazu da, im Namen Gottes Unrecht zu wirken. Kirche sei unvollkommen, weil die Menschen, die in der Kirche wirken, unvollkommen sind. Aber der dreieinige Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist wirke aus Unvollkommenem Vollkommenes. Er stellte die Frage, was unsere Aufgabe in der Kirche ist. Wir sollten Kirche als einen Ort des Gebetes gestalten. Gott sei nicht ein Gott der Strenge und Gewalt, sondern ein Gott der vollkommenen, grenzenlosen Liebe. Gott hätte uns lieb und würde uns annehmen, wie wir kommen. Sein Wort und die Feier des Heiligen Abendmahles sollen bewirken, dass auch wir unseren Nächsten annehmen und wie im Beispiel von Jesus mit der Sünderin, niemand mit Ablehnung und Verurteilung begegnen. Dann entstünde ein inneres Seelenleben, das vor Gott wohlgefällig ist. Wir wären bei der Wiederkunft Jesu nicht in allem perfekt, hätten dann aber alles gegeben, um zu hören, gehe ein zu deines Herrn Freude.
Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Gemeindechor und einer Instrumentalgruppe umrahmt.