Am Palmsonntag, 29. März 2026 waren die Glaubensgeschwister des Bezirkes Schwäbisch Gmünd zum Ü60-Gottesdienst nach Lorch eingeladen. Zur Freude der Seniorinnen und Senioren umrahmte das Bezirksorchester den Gottesdienst musikalisch.
Bezirksvorsteher, Wolfgang Simmerling, legte dem Gottesdienst das Wort aus Römer 16, Vers 19 zugrunde:
„Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch. Ich will aber, dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom Bösen.“
In Bezug auf Palmsonntag erklang zu Beginn des Gottesdienstes das Lied: „Er kommt, er kommt, der starke Held.“ Anschließend erfolgte eine Lesung aus Markus 11, Verse 1-11.
Zunächst ging der Bezirksvorseher auf die Begebenheit am Palmsonntag ein. Die Jünger waren bei Jesus, der nach Jerusalem gehen wollte. Er hatte seine Jünger vorausgeschickt, einen Esel zu holen. Als Begründung sollten sie sagen, der Herr bedarf seiner. Die Jünger haben den Auftrag ohne Diskussion gehorsam ausgeführt. Als Jesus nach Jerusalem kam, haben die Menschen Kleider und Palmzweige auf dem Weg ausgebreitet, um den Herrn zu empfangen und ihm Ehre zu erweisen. In freudiger Erwartung, Jesus würde die Macht übernehmen, machte sich Aufbruchstimmung breit. Später wurde aus dem Ruf „Hosianna“, die Forderung „kreuzigt ihn“.
Der Bezirksvorsteher wünschte, dass auch bei den Anwesenden eine Aufbruchstimmung in Erwartung der Wiederkunft Jesu zu spüren ist. Es gehe darum, ewig in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Auch zu diesem Gottesdienst wären wir in einer Erwartungshaltungshaltung gekommen. Der liebe Gott möge allen seine Liebe schenken und Kraft geben für die zu durchlebenden Tage. Die Bitte möge sein: Herr komme bald.
Bezugnehmend auf das vorgelesene Bibelwort führte der Bezirksvorsteher aus, dass sich Paulus über den Gehorsam der Gemeinde in Rom gefreut hätte. Sie hätten ihren Glauben gelebt und sich am Evangelium orientiert. Anderen Einflüssen hätten sie widerstanden. Gehorsam zeige sich an der Orientierung am Evangelium. Satan versuche, uns von Gott wegzuführen. Wir sollten entschieden dagegenhalten.
Wir hätten Pläne für unser Leben und würden mit unseren Sorgen und Bitten vor Gott kommen. Aber manchmal würden sich die Dinge ganz anders entwickeln. Es könnte der Eindruck entstehen, Beten hat keinen Wert. Gott würde nicht alle Lebenssituationen nach unseren Wünschen ändern. Er würde aber genug Kraft im Durchleben geben. Es gelte, weise zum Guten und geschieden vom Bösen zu sein. Weise sein bedeute, den Willen Gottes umzusetzen und Dinge richtig einzuordnen.
Nicht vorwiegend irdische Belange, sondern das Wiederkommen Jesu solle im Vordergrund stehen.
Was Gott uns im Gottesdienst sagt, sei gut. Er würde uns durch den Heiligen Geist Hinweise geben. Auch wenn wir seinen Willen nicht immer verstehen könnten und
manchmal nicht einverstanden wären, sollten wir tun, was er uns sagt. Gott würde uns leiten und wir dürften ihm glauben und vertrauen.
Die Frage, was ist gut, was ist böse, würde uns die Stimme des Heiligen Geistes beantworten. Das Gute ist, das Richtige zu tun. Der Bezirksvorsteher erwähnte das
Beispiel von Martha und Maria. Maria hätte Jesus zugehört. Sie hätte das gute Teil erwählt. Jesus hätte damit das Geistige, die Gemeinschaft mehr in den Vordergrund gestellt. Auch wir sollten Gemeinschaft mit Jesus, im Gottesdienst und untereinander haben.
Die Begebenheit vom verlorenen Sohn würde zeigen, dass es vor Gott gut war, zu verzeihen und die Gemeinschaft zu suchen. Auch wir dürften Gutes an unserem
Nächsten tun, insbesondere an denen, die sich von Gott abgewandt haben. Dies bedeute auch, sie im Gotteshaus willkommen zu heißen.
Der Schächer am Kreuz hätte sich vom Bösen abgewandt, sich Jesus zugewandt und Vergebung erhalten. Wenn wir bestrebt wären, das Böse zu meiden, würde Gott auch uns seine Gnade schenken.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher wurde zu einem weiteren Wortbeitrag gerufen.
Nach dem Gottesdienst wurde die Einladung zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und leckerem Gebäck gerne angenommen.