Apostel Volker Keck hielt am Sonntagnachmittag den Gottesdienst für Geistliche aus dem gesamten Apostelbereich Ulm in der Kirche Memmingen.
Als Grundlage für den Gottesdienst wählte der Apostel das Textwort aus 1. Mose 24, Vers 56: "Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe."
Zu Beginn des Gottesdienstes, dankte der Apostel den Geistlichen des Apostelbereichs für ihren Dienst und wünschte ihnen, dass die Gegenwart Gottes stets spürbar sein möge. In Bezug auf das Textwort, verwendete er den Begriff des Knechtes (Elieser, der den Ausspruch des Textwortes getätigt hatte, war Knecht im Hause Abrahams) als ein Zeichen der Nachfolge und des Dienstes an Gott, selbst wenn der Begriff in der heutigen Gesellschaft negativ belegt ist.
An die Geistlichen gerichtet, erinnerte Apostel Keck an den Missionsbefehl, den Jesus seinen Jüngern gegeben hatte. Dieser Auftrag des Dienens, des Lehrens und Taufens gelte den Aposteln und den von ihnen beauftragten Geistlichen. Wie der Dienst heute umgesetzt werden kann, zeigte Apostel Keck am Wort des Apostel Paulus an die Thessalonicher auf:
Nicht immer kann man die Freude nach außen zeigen, aber man könne sich stets in Erinnerung rufen, dass die Freude am Herrn eine Stärke für das Dienen und Wirken im Glauben und in den Gemeinden sei.
So manches Hindernis kann uns davon abhalten, den Amtsauftrag auszuführen – etwa Ärger und Konflikte in der Gemeinde, persönliche Sorgen und gesundheitliche Probleme oder auch ein starker Fokus auf materiellen Erfolg.
In solchen Situationen kann es helfen, Elieser, den Knecht Abrahams als Vorbild zu nehmen: Seine Beharrlichkeit bei der Erfüllung seines Auftrags zeigte, dass er vollkommenes Vertrauen in den Willen seines Herrn hatte.
"Der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben", zitierte der Apostel das Textwort und verwies darauf, den Blick immer auf Jesus zu richten und sich an ihm zu orientieren, um Hilfe und Freude bei der Ausübung des geistlichen Amtes zu erhalten.
Weiterhin ergänzten die stellvertretenden Bezirksvorsteher für Heidenheim und Kempten, Ulrich Mäck und Markus Schalk sowie Bezirksvorsteher Frank Bolz aus Ulm die Predigt um weitere Beiträge. Der Gottesdienst wurde durch den Chor der Amtsträger musikalisch umrahmt.