Am Sonntag, 4. Mai 2025, feierte Bischof Jürgen Gründemann Gottesdienst in Schorndorf.
Zu diesem besonderen Gottesdienst kurz nach Ostern hatte sich eine große Gemeinde in der Kirche in Schorndorf versammelt. Es waren auch die Geschwister der umliegenden Gemeinden eingeladen. Etwa 70 Sängerinnen und Sänger sowie ein Orchester mit fast 20 Mitgliedern umrahmten neben Orgel und Gemeindegesang die Predigt mit Musikbeiträgen.
Der Bischof legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Lukas 24,15.16 zugrunde:
„Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.“ „Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten.“
Wie bei den Emmaus-Jüngern würde Christus auch heute im Gottesdienst persönlich zu uns kommen und uns versorgen. Nimm ihn wahr, erlebe ihn, so die Aufforderung des Bischofs. Der Grund für den Gottesdienstbesuch sei die Vorbereitung auf das Wiederkommen Jesu.
Damals hätten die Zuhörer Jesus oft nicht verstanden. Manche hätten sich gescheut, nachzufragen. Auch heute würden wir auf manche Fragen keine Antwort bekommen. Wer aber mit Jesus in Verbindung bleibt, der dürfe auch Hilfe erfahren. Wir sollten manche schwierige Lebenssituationen nicht einfach als unveränderlich hinnehmen, sondern vertrauensvoll auf Jesus zugehen.
Auch im Miteinander würde es helfen, aufeinander zuzugehen, anstatt zu schweigen. Die Emmaus-Jünger waren enttäuscht abseits der Gemeinde unterwegs. Sie hatten aus menschlicher Unkenntnis das göttliche Wunder der Auferstehung nicht gesehen. Erst später erkannten sie in der Begegnung mit dem Fremden Jesus. Damals wie heute bräuchte es Glauben, um Jesus zu verstehen. Man könne Gottes Wunder erleben, wenn man nicht aufgibt, mit Gott in Verbindung zu bleiben. Das würde die Sicherheit geben: Christus ist da; ich kann ihn erleben und ihm vertrauen!
Der Bezirksvorsteher Wolfgang Simmerling und der Gemeindevorsteher von Urbach, Arno Rube, wurden zu Predigtbeiträgen gerufen. Anschließend erlebte die Gemeinde Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl. Nach dem Gottesdienst verabschiedete sich der Bischof persönlich von vielen Geschwistern.