Am Donnerstag, 15.10.2026 feierte Apostel Volker Keck einen Gottesdienst in Aalen. Dazu eingeladen waren die Glaubensgeschwister aus Adelmannsfelden, Bopfingen, Ellwangen und Essingen.
Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die Ruhesetzung des Gemeindevorstehers Claudius Guther und die Beauftragung von Gerald Kaufmann als künftigen Gemeindevorsteher, der gleichzeitig stellvertretender Bezirksvorsteher ist. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Chor der eingeladenen Gemeinden und einer Instrumentalgruppe umrahmt.
Der Apostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 6, Verse 11 und 12 zugrunde:
„Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.“
Jesus hätte die Menschen, die ihm gefolgt waren, damals nicht weggeschickt, sondern er ließ sie lagern. In Sorge um Verpflegung für tausende Menschen sei er auf seine Jünger zugekommen und hätte nach Geld und Nahrungsmitteln gefragt. Die Jünger hätten 200 Silbergroschen, fünf Gerstenbrote und zwei Fische gesammelt. Für die Jünger sei es eine unlösbare Aufgabe gewesen, mit dem Wenigen so viele Menschen zu speisen. Der Apostel übertrug diese Situation auf das heutige Glaubensleben. Auch Menschen stünden immer wieder vor Herausforderungen, bei denen die eigenen Mittel, die Kraft oder der Glaube nicht auszureichen scheinen. Doch Jesus nehme auch das Wenige an, das Menschen ihm bringen, und könne daraus viel machen.
Im Vertrauen und Aufschauen zu seinem himmlischen Vater hätte Jesus für das Wenige gedankt. Darin liege die Aufforderung, Gottes Gaben bewusst wahrzunehmen und nicht erst dann dankbar zu sein, wenn alle Wünsche erfüllt seien.
Mit dem Segen von Gott wäre es Jesus möglich gewesen, Brot und Fische für alle auszuteilen, soviel sie wollten. Es hätte für niemand eine Beschränkung gegeben. Bei Gott gebe es keinen Mangel. Zugleich erinnerte der Apostel daran, dass Gottes Fülle auch Verantwortung mit sich bringe. Wer reich beschenkt werde, solle bereit sein, mit anderen zu teilen. Dabei gehe es nicht nur um materielle Dinge, sondern auch um Liebe, Frieden und Gemeinschaft. Dass Jesus die übrig gebliebenen Brocken einsammeln ließ, verdeutliche zudem den sorgsamen Umgang mit Gottes Gaben und seiner Schöpfung.
Eine persönliche Note erhielt der Gottesdienst durch den letzten Predigtbeitrag von Gemeindevorsteher Claudius Guther als aktivem Amtsträger.
Im Rahmen der Ruhesetzung würdigte Apostel Keck das langjährige Wirken des Gemeindevorstehers Claudius Guther. Er blickte auf dessen Werdegang und die verschiedenen Stationen seines Dienstes zurück und dankte ihm für seinen Einsatz in den Gemeinden. Für die Zukunft wünschte der Apostel ihm Gottes Segen.