Am Sonntag, den 2. August 2026, versammelten sich die Glaubensgeschwister der Gemeinden Aalen, Essingen, Ruppertshofen, Lorch und Schwäbisch Gmünd zum Gottesdienst mit Bischof Jürgen Gründemann.
Dem feierlichen Gottesdienst in der Kirche in Schwäbisch Gmünd legte der Bischof das Bibelwort aus Kolosser 3,12 zugrunde:
„So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“
Der Bischof stellte die christlichen Tugenden in den Mittelpunkt der Predigt. Er griff die Worte des Apostels Paulus auf, der die Gemeinde dazu ermutigt hätte, alte, ungute Verhaltensweisen wie alte Kleidungsstücke abzulegen. Stattdessen sollten neue Kleider mit den Tugenden Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld angezogen werden. Diese Tugenden seien schon durch die Taufe mit Wasser und dem Heiligen Geist in die Seelen der Gläubigen hineingelegt worden. Sie könnten nicht durch eigene Leistung erworben werden, sondern müssten nur bewusst gelebt werden.
Anhand von Beispielen aus dem Leben Jesu wurde verdeutlicht, wie diese Tugenden im Alltag gelebt werden könnten. Jesus hätte herzliches Erbarmen gezeigt, wäre Menschen mit Freundlichkeit begegnet und demütig gewesen bis zum Tod am Kreuz. Er hätte mit Sanftmut auf Anfeindungen reagiert und große Geduld mit seinen Jüngern bewiesen.
Über allem stünde die Liebe, die als "Band der Vollkommenheit" alle anderen Tugenden zusammenfasse.
Das Bestreben solle sein, in die Tugenden wie in neue Kleider hineinzuwachsen. Ziel sei, im Glauben stark zu werden und sich auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten. Mit der Gnade Gottes würden die „neuen Kleider“ dann vollkommen passen.
Der Gottesdienst wurde vom Chor musikalisch umrahmt.