Bezirksapostel Martin Rheinberger besuchte am Mittwoch, 15.07.2026, zum ersten Mal im neuen Amtsauftrag die Gemeinde Aalen. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Glaubensgeschwister der Gemeinden Adelmannsfelden, Bopfingen, Ellwangen, Essingen und Ruppertshofen eingeladen.
Zu Beginn des Gottesdienstes las der Bezirksapostel das Bibelwort aus Römer 8, Vers 15 vor:
„Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen, Abba lieber Vater“.
Anschließend erfolgte eine Lesung aus Johannes 20, Verse 19-23.
Eine Gemeinde bräuchte aktive Mitglieder, die sich mit ihren Gaben einbringen. Man müsse dabei nicht perfekt sein. Wie bei den Blumen am Altar, die der liebe Gott blühen ließ, würde er auch auf unser Bemühen in der Gemeinde Wachstum und Leben geben. Darauf dürften wir vertrauen.
Die Kirche erinnere heute daran, dass 1835 die ersten Apostel der Neuzeit ordiniert wurden. Vom Sender Jesus Christus würde der Apostel völlige Autorität erhalten. Jesus sagte: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“. Mit ihm könne man alles erreichen. Mit dieser Erkenntnis halte man das Apostelamt heilig.
In der Lesung wurde beschrieben, wie Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern erschienen ist. Ob er durch eine geschlossene Türe gekommen wäre oder nicht, entscheidend sei, Christus sei immer da. Der Gekreuzigte, der Auferstandene und der Wiederkommende sei eine Person. Jesus sei für uns alle gestorben, hätte sich selbst erniedrigt und die Menschen erhöht. In dieser Gewissheit könnten wir das Wiederkommen Jesu freudig erwarten.
Wir sind keine Sklaven, sondern Kinder Gottes, so der Bezirksapostel bezugnehmend auf das vorgelesene Bibelwort. Deshalb dürften wir zu Gott Vater und Abba sagen. Abba bedeute übersetzt Väterchen. Jesus hätte in Gethsemane, als er keinen Ausweg sah, zu seinem Vater gebetet. Er hätte ihn Abba, Väterchen genannt. Dies bedeute, Jesus vertraute ganz seinem Vater. Er hätte gewusst, dass, was Gott tut, das Richtige für ihn ist. Als Kinder Gottes würden auch wir in Leid kommen. Aber wir hätten einen himmlischen Vater, der uns beistehen würde. Wie damals Jesus, dürften auch wir Gott unsere Wünsche sagen. Wenn wir in dem Wissen, Gott ist mein Vater, was er tut, ist gut und richtig, alles in Gottes Hände legen würden, ändere sich alles in unserem Leben.
Als Menschen seien wir der Sünde zugeneigt. Als Kinder Gottes wüssten wir, Gott liebt uns in einer vollkommenen Weise. Jesus hätte für uns das Opfer gebracht. Wir dürften zu ihm kommen und er würde uns seine Gnade schenken. In dem Bewusstsein, Gott schenkt auch meinem Nächsten Gnade, würden wir einen neuen Blick auf Gott, uns selbst und unseren Nächsten erhalten. Sünde könnte dann keine negative Auswirkung auf die Gemeinde haben. Da ändere sich alles.
Unsere Gesellschaft sei geprägt vom Leistungsgedanken. Christus, der Gekreuzigte, sei mitten unter uns, unabhängig von unserer Leistung. Wie sich Großeltern aus Liebe um ihre Enkel kümmern würden, so würde uns Gott lieben, weil wir da sind. Wir müssten nichts tun, um ewig bei Gott sein zu können. Wir könnten uns seine Gnade nicht erkaufen. Was wir tun, solle aus Dankbarkeit und lauter Liebe zu Gott und den Menschen geschehen.
Wir würden in einem Land leben, wo manche denken, die Zukunft könnte unangenehmer werden. Als Kinder Gottes würden wir Anteil an der Herrlichkeit Gottes haben. Mit dieser Gewissheit bräuchten wir keine Angst vor der Zukunft haben. Wir dürften vertrauen, Gott ist mein Vater.
Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Chor der eingeladenen Gemeinden und Instrumentalisten des Bezirkes umrahmt.